Die Frage nach einem Dialog drängt immer die Frage nach der Perspektive und des eigenen Standpunkts auf

Wo stehe ich und wie sehr empfinde ich mich selbst als Mittelpunkt des Universums?

Wie sehr verlange ich danach, dem anderen meinen Standpunkt aufzudrängen bzw. den dadurch „eingefärbten“ Dialog als den einzig wahren vorauszusetzen?

Und denjenigen/ diejenige der/ die sich daran nicht beteiligen will - oder kann? - als  so fremd wahrzunehmen, dass er / sie kein Freund/ keine Freundin mehr sein kann?

Und im - häufig - schlimmsten Fall  dadurch der Weg zur Feindschaft geebnet wird? Wann arbeite ich selbst mit fake news? Wie populistisch bin ich / die "Lügenpresse" / die anderen ...?

Ein ganzes Heer von sogenannten Wissenschaftlern, Historikern, Journalisten und Verwaltern hatte bislang keine schlauere Idee als die Person Martin Luthers ins Zentrum einer Kampagne zu stellen, um ein - zumindest aus deutscher Lesart  - weltbewegendes Ereignis zu feiern.

Wie egozentrisch, nationalistisch, rassistisch, sexistisch sind wir?

 Es sind ja nicht wirklich die Weltanschauungen selbst, die einen Dialog miteinander eingehen.

Das Reformations"jubiläum" 2017 wird ohne Anwesenheit des neuen "reformatorischen" Papst Franziskus kein Anlaß zum Jubeln sein.

Dieser , wie auch  der Patriarch der russisch-ortthodoxen Kirche, der Dalai Lama und andere sprirituelle Führungspersönlichkeiten und Prominente sind unsererseits zum Reformationsjubiläum nach Wittenberg und Berlin sowie ins Kuratorium der KulturBotschaft sehr herzlich eingeladen.

 

 s. auch: World Peace  Our letter to the pope in Spanish