Komentarze prasowe

Vernissage in der früheren Buchhandlung Senf

Mitteldeutsche Zeitung vom 10. März 2013


Kulturbotschafter bei Max Senf

Mitteldeusche Zeitung vom 31. Januar 2013


MDR Bericht – Transkription

MDR Sachsen-Anhalt

Beim Blick aus dem Fenster sieht Maike Kohnert die altehrwürdige Stadtkirche Sankt Marien. Da schlägt das Herz der jungen Architektin gleich schneller, denn sie hat die Aufgabe, einen unscheinbaren Gebäudekomplex herzurichten, der aber für fast jeden Wittenberger ein Begriff ist.

Das Berühmteste ist glaube ich tatsächlich die Buchhandlung Senf. Das ist erstaunlich, dass es sehr viele Leute kennen, die Buchhandlung, obwohl die schon sehr lange nicht mehr existiert. Also Senf, das kennt man in der Stadt.

Hauptgebäude und Nebengelass gehören seit wenigen Wochen zur Wittenberger KulturBotschaft, müssen aber grundlegend saniert werden. Nicht mit dem Dampfhammer, sagt Maike Kohnert, sondern respektvoll.

Wir konzentrieren uns jetzt erst mal hier auf das Vorderhaus, um den Laden nutzbar wieder zu machen für die kulturellen Veranstaltungen und dann im nächsten Zuge dann die Wohneinheiten wieder so herzurichten, dass sie bewohnbar sind.

Denn für den neuen Eigentümer soll das Gebäude ein Dreh- und Angelpunkt werden. Tim Schaffrick stammt aus Baden-Württemberg, lebt in Berlin, und nun hat es den Regisseur nach Wittenberg verschlagen.

Kleinstadt ist ja immer relativ. Man kann auch sagen, Provinz findet immer im Kopf statt. Also wir haben da ganz große Pläne im Kopf, denken groß und wollen von Wittenberg sozusagen die Welt erobern.

Die großen Worte hört nicht jeder in Wittenberg gern, zumal Tim Schaffrick auch davon spricht, viel Licht in die museale Ödnis der Stadt zu bringen.

Da sollen Bands spielen, da sollen Lesungen stattfinden, da soll ein Artist in Residence hier was über Wittenberg schreiben.

Ob die KulturBotschaft tatsächlich ins Laufen kommt, ist aber auch von Zuschüssen abhängig. Fördermittelanträge sind bereits gestellt.